Unsere mobilen Hühnerställe – maximaler Tierkomfort!

„Ich wollt ich wär ein Huhn…”, so lautet ein bekanntes Lied der Comedian Harmonists. Bei uns stimmt dieses Bild vom glücklichen, ungetrübten Hühnerleben noch.

Denn hier können Hühner noch ganz Hühner sein. Unsere Legehennen verbringen den ganzen Tag an der frischen Luft, genießen dabei ausgiebige Sonnen- und Staubbäder und gehen im Freien auf Futtersuche. So kommt keine Langeweile auf. Zusätzlich zu ihrem Körnerfutter im Hühnermobil, zupfen sie draußen frische Blättchen oder saftigen Klee. Bewacht und liebevoll umsorgt werden sie von unseren Hähnen in der Herde.

Ist die Weidefläche abgegrast, werden unsere Hühner mit ihrem mobilen Stall einfach auf eine andere Wiese versetzt. So steht ganzjährig bestes, frisches Grün zur Verfügung. Zeitgleich werden die Weideflächen geschont und durch den Hühnerkot nicht überdüngt. Krankheiten, wie sie in der konventionellen Hühnerhaltung oft anzutreffen sind, werden so konsequent vermieden und Medikamenteneinsatz ist hier überflüssig.

Schauen Sie doch einfach einmal bei unseren mobilen Ställen vorbei und beobachten Sie unsere fröhliche Hühnerschar bei ihrem geschäftigen Treiben.

Was ist ein Hühnermobil überhaupt?
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Das Hühnermobil ist salopp gesprochen ein vom Traktor gezogenes, modernes Luxushühnerhotel auf Rädern, das zum maximalen Tierkomfort beiträgt. Und noch bevor die Weidefläche übernutzt ist, wird einfach weitergezogen. Das schont die Umwelt und trägt zum maximalen Hühnerkomfort bei.

Der Stall ist 2-stöckig augebaut. Im oberen Bereich befindet sich der Futterautomat, Wassertrog, die Legenester (gefüllt mit weichen Dinkelspelzen) und die Sitzstangen zum Schlafen.

Der untere Stock ist mit Stroh und Hackschnitzel gefüllt, damit die Hühner bevor sie ins Grüne gehen – oder bei schlechtem Wetter – ausgiebig scharren können, denn dies tun Hühner für ihr Leben gern. Zudem stehen Sandbäder für die Hühner bereit, die sie nur allzu gerne annehmen. Über den Scharrraum gelangen die Hühner ins Freiland.

Der Vorteil des Hühnermobil ist, dass die Hühner tagsüber einfach und nach Lust und Laune selbstständig zwischen Stall und Freiland wählen können. Durch regelmäßiges Umsetzen des Stalles mit Hilfe des Traktors bleibt die Grasnarbe erhalten.

Zwischen den beiden Stockwerken im Hühnermobil ist ein Mistband zum Sammeln des Kotes installiert. So bleibt der Stall schön sauber und der wertvolle Dünger wird aufgefangen und einmal wöchentlich auf unserer Mist zur weiteren Rotte zwischengelagert. Zur Vegetationszeit wir dann dieser Dünger gezielt auf unseren landwirtschaftlichen Betriebsflächen ausgebracht, denn Pflanzen können nur während der Wachstumsphase Dünger aufnehmen. Der unschlagbare Vorteil: es kommt zu keiner Überdüngung der Flächen und keiner Auswaschung ins Grundwasser. Dafür hat die Herstellerfirma unseres Hühnermobils sogar schon einen Umweltpreis verliehen bekommen.

Rund um den Stall wird ein Weidezaun aufgestellt. Von vielen Kunden wurden wir bereits darauf angesprochen, dass früher die Hühnerzäune wesentlich höher waren und die Hühner trotzdem darüber hinweg geflogen seien. Bei unseren Hühnern tritt dieses Problem selten auf. Es kann sein, dass das eine oder andere neugierige Huhn mal über den Zaun fliegt, die große Herde wird diesen allerdings nicht verlassen – auch wenn dieser nicht unter Strom steht. Die Hauptherde bleibt innerhalb des Zaunes, weil sie dort immer ausreichend frische Gräser und Kräuter zum Picken vorfindet.

Wo liegt der Unterschied zwischen stationärer Freilandhaltung und unserem Hühnermobil?
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Stationäre Freilandhaltung und die von uns betriebene Freilandhaltung in mobilen Hühnerställen sind eigentlich zwei völlig unterschiedliche Haltungsformen, auch wenn bei beiden den Hühnern eine Auslauf zur Verfügung steht.

Die stationäre Freilandhaltung ist mit deutlich mehr Problemen belastet. Schon bei geringer Tierzahl entsteht eine Übernutzung des stallnahen, festen Auslaufs. Die übernutzte Grasnarbe zieht sich zurück, es bilden sich Pfützen und schon nach kurzer Zeit wächst im Auslaufbereich nichts mehr. Es ist eine Schlammwüste ohne jegliches Grün. Gräser oder Kräuter, die die Hühner zupfen könnten, gibt es hier nicht mehr. Zudem ist die Fläche vor dem stationären Auslauf voller Hühnerkot, wodurch der Parasiten- und Infektionsdruck auf den Hühnerbestand stark ansteigt und sich im ungünstigsten Fall nur mit Medikamenteneinsatz kontrollieren lässt.

Wie sieht der Tagesablauf in unserem Hühnermobil aus?
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So ein Tag im Hühnermobil kann ganz schön spannend sein.

Etwa 8 Stunden nach Sonnenuntergang wird ein LED-Dämmerlicht eingeschaltet, das etwas später mit der Hauptbeleuchtung einen Sonnenaufgang simuliert. Für die Steuerung in unserem fahrbaren Hühnerhotel ist eine Siemens-Steuereinheit verbaut. Im Winter wird der Stall durch diese LED-Lampen für 14 Stunden beleuchtet, gespeist aus der Solaranlage auf dem Dach – CO2-neutral und absolut umweltfreundlich. Jetzt ist es höchste Zeit für unsere gefiederten Mitarbeiterinnen zum Aufstehen. Die Hähne geben ihren Damen lautstark bekannt, dass der Morgen angebrochen ist und es höchste Zeit fürs gemeinsame Hühnerfrühstück wird. Parallel dazu werden die Zugänge zu den abgedunkelten Legenester elektrisch geöffnet.

Im Anschluss an die leckere Körnermahlzeit wird es sich im Gruppennest gemütlich gemacht. Die Hühner beginnen zu legen, und das Ei versinkt sauber schonend im dick eingestreuten Dinkelspelz. Ab ca. 8 Uhr werden dann die ersten Eier entnommen, um Verschmutzungen vorzubeugen. Zu dieser Zeit haben allerdings noch nicht alle Hühner gelegt. Es gibt wie bei uns Menschen immer auch einige Nachzügler.

9:30 Uhr: die Auslaufklappen öffnen sich, die meisten unserer freien Mitarbeiterinnen haben ihre Arbeit getan, nun geht es endlich nach draußen. Den ganzen Tag laufen die Hühner immer wieder geschäftig rein und raus. Draußen können sie nach Lust und Laune ausgiebig scharren und frisches Gras fressen. Dies dient nicht nur dem Wohlbefinden der Hühner, sondern sorgt gleichzeitig noch für eine schöne, kräftige Eidotterfarbe. Drinnen im Hühnermobil stehen ständig frisches Körnerfutter und Wasser zur Verfügung.

Zur Mittagszeit werden dann von uns die restlichen Eier entnommen. Diesen Aufwand nehmen wir gerne in Kauf, ansonsten wären die nach dem ersten Eiersammeln gelegten Eier bis zum Abend verschmutzt und dies ist nicht in unserem Sinne. Nach der 2. Eientnahme am Mittag werden die Nestverriegelungen manuell verschlossen, dadurch bleiben die Legenester sauber und die Hühner werden animiert das Freigelände zu nutzen.

Abends in der Dämmerung sorgt die Steuereinheit dafür, dass zu einer fest definierten Uhrzeit – abhängig vom Sonnenuntergang des aktuellen geografischen Standortes  – automatisch die Beleuchtung im Hühnermobil eingeschaltet wird und die Klappen zum Freigehege Fuchs- und Mardersicher verschlossen werden. Jetzt schauen wir nochmals nach unseren Hühnern. Denn wie im echten Leben sind auch hier meistens noch Spätheimkehrer unterwegs, die sich während dem automatischen Verschließen der Klappen trotzdem noch auf der Weide tummeln. Damit die Hühner in Sicherheit vor ihren Fressfeinden sind, müssen die Klappen nochmals kurz geöffnet werden.
Die restlichen Hühner huschen nun von der Dunkelheit draußen ins hell erleuchtete Hühnermobil, die Klappen werden dann hinter ihnen manuell geschlossen. So ist unsere ganze Hühnertruppe wieder zusammen und träumt schon bald auf den Sitzstangen vom nächsten Tag in ihrem Hühnermobil.

Alle 7 bis 15 Tage, je nach Witterung und Jahreszeit, werden die Hühnerhotels umgesetzt –  das hat schon salopp gesagt ein bisschen etwas von Kreuzfahrt für Hühner und man gewinnt den Eindruck die Hühner mögen dies und stürmen am neuen Standort des Hühnermobils gleich nach draussen, die neue Umgebung zu erkunden. Und auch dem alten Standort hat die Beweidung gut getan. Die Grasnarbe ist gut gedüngt, und das Scharren der Hühner wirkt besser als jeder Vertikutierer.

Schauen Sie doch einfach einmal selbst bei uns vorbei oder melden Sie sich zu einer unserer Führungen an. Man könnte wirklich ewig dem geschäftigen Treiben der Hühner zuschauen. Es ist garantiert spannender und unterhaltsamer als so manches Fernsehprogramm.

Warum sind die Eier etwas teurer als beim Discounter und schmeckt das Ei dafür auch tatsächlich besser?
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Wir denken, der geringfügig höhere Preis für unsere  Eier ist durchaus gerechtfertigt. Sie ermöglichen Ihnen einen echten, unverfälschten Genuss ohne Reue und tun unseren Mitgeschöpfen und der Umwelt einen großen Gefallen.

Das Luxus-Wohnmobil für unsere Legehennen hat einen stolzen Preis: Der Stallplatz für eine Henne im Hühnermobil ist in etwa um das Doppelte teurer als bei stationärer Bauweise und machen mit dem täglich mehrmaligen Eierabsammeln, der Kontrolle des Stalls nach Einbruch der Dunkelheit und dem regelmäßigen Versetzten der Ställe auch mehr Arbeit. Somit ist auch der Eierpreis zwangsweise höher als bei Eiern vom Discounter. Doch wir meinen, und das bestätigen uns auch unsere Kunden, das sind unsere Eier allemal wert!

Warum? Ganz einfach:

  • Wegen der Eiqualität – unsere Eier haben wertvolle Omega-Fettsäuren, die nur von Hühnern gebildet werden, die den natürlichen Sonnenstrahlen im Freien ausgesetzt sind.
  • Nochmals wegen der Eiqualität – vergleichen Sie mal unser Eigelb mit anderen Eiern, es ist wesentlich kräftiger – bei uns kommt dies durch die hohe Grünfutteraufnahme.
  • Wegen der extrem artgerechten Tierhaltung (ständig frisches Grün, Gockel, Scharr-Raum, Sandbad, keine Abrollnester, natürliche Bedürfnisse wie Picken und Scharren können ausgelebt werden).
  • Wegen der Tiergesundheit und dem dadurch nahezu unnötigen Medikamenteneinsatz.
  • Wegen dem Umweltschutz -> keine Überdüngung von Flächen und der damit verbundenen Nitratauswaschung ins Grundwasser.

Und natürlich weil sie einfach sehr lecker schmecken. Überzeugen Sie sich doch selbst!

Und was machen die Hühner im Winter?
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Das ist eine berechtigte Frage! Doch unseren Hühner können der ungemütlichen Jahreszeit getrost entgegen sehen.

Draussen ist es ab Spätherbst zwar kalt und klamm, drinnen ist es jedoch mollig warm. Unsere jeweils 230 Legehennen wohnen auch im Winter in ihrem komfortablen Hühnermobil und heizen dieses durch ihre Körperwärme wunderbar warm auf. Dank der isolierten Sandwichelemente bleibt der Stall so auch bei Minustemperaturen auf Hühnerwohlfühltemperatur. (Für den Sommer, wo dieser Effekt unerwünscht ist, sind Lüftungsklappen vorhanden.)
Nicht jede unserer Hennen will bei diesem grauen Wetter raus, zu kalt. Da machen Hühner und Menschen keinen Unterschied. Kein Wunder, haben sie drinnen doch alles, was ein kleines Hühnerherz begehrt: Im Untergeschoss Hackschnitzel und Stroh zum Scharren. Zudem stehen hier Sandbäder zur Verfügung, für den Fall, dass es draußen regnet. Denn Hühner baden sehr gerne in Sand oder Staub. Dieses Verhalten trägt nicht nur zu ihrem Wohlbefinden bei, sie “pudern” damit förmlich ihr Gefieder ein und entfernen gleichzeitig eventuell vorhandene, lästige Parasiten.

Über die sprichwörtliche Hühnerleiter gelangen sie in den oberen Stock, wo es über einem Gitterrost – der Mist fällt auf das Förderband darunter, so bleibt der Stall immer wunderbar sauber – ausreichend Futtertröge und Tränken sowie Sitzstangen für die Nacht gibt. So gibt es keinen Streit oder Gerangel unter unseren Hühnern. Hier im oberen Bereich befinden sich auch die Legenester, schön heimelig dunkel hinter dem Wassertank, mit Dinkelspelzen eingestreut, so wie es die Hühner lieben.

Im Winter, der lichtarmen Jahreszeit, wird der Stall durch LED-Lampen für 14 Stunden beleuchtet, damit es die Hühner auch schön hell haben, gespeist aus der eigenen Solaranlage auf dem Dach des Hühnermobils – umweltfreundlich und CO2 neutral.

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